Games - Spielen ist Lernen

Für Lehrpersonen und ICT-Multiplikatoren

Medien machen die Erziehung nicht einfacher, aber sie sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft und gehören damit auch zur kindlichen Lebenswelt. Wer die Kinder darin unterstützen will, sich in dieser Welt zu recht zu finden, die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und einen anregenden Alltag zu leben, wird daher auch die Medien in seine Erziehungsbemühungen einbeziehen.

Sich medienpädagogisch mit Videospielen zu beschäftigen, heisst, die Inhalte und Handlungsmöglichkeiten der Spiele zu kennen, sich mit den Motiven auseinander zu setzen, welche das Spielen für die Heranwachsenden faszinierend machen, sich mit den Wirkungen auf der individuellen und sozialen Ebene zu befassen.
Das vorliegende Lehrmittel bietet hier Differenzierungshilfe an: Es gibt entwicklungsförderliche Inhalte und Umgangsformen mit Videospielen und es gibt Inhalte und Umgangsformen, welche eher riskant sein können. Dabei spielen die Kontexte, in denen die Spielenden leben, eine grosse Rolle. Um eine Balance zwischen dem vergnüglichen und lehrreichen Umgang mit Games und der entsprechenden Nutzung anderer Unterhaltungs- und Lernquellen zu erzielen, ist Medienkompetenz erforderlich. Diese kann in einem allgemeinen Sinn, aber auch spezifisch auf Videogames bezogen erarbeitet werden. Das Lehrmittel zeigt die Wege auf, um von einer weiteren und einer engeren Perspektive her das Medium Videospiel und seine Bedeutung in der kindlichen Lebenswelt zu erschließen.
Alle Materialien zum Thema Games zum Download.
Was macht ein Spiel zu einem guten Spiel? Was lernen Kinder beim Spielen? Worin unterscheidet sich Spielen vom "Ernst des Lebens"? Was macht Figuren und Geschichten zu entwicklungsanregenden Impulsen für Kinder und Jugendliche? Welche Geschichten brauchen Heranwachsende, um ihre Entwicklungsaufgaben zu bewältigen?

Videospiele sind aber auch zu einem Bestandteil der Welt der Erwachsenen geworden: Das Durchschnittsalter der Gamer liegt heute bei über 30 Jahren und auch die "Gray Gamers" nehmen zu. Eine Biographie kann nachvollziehbar werden an Kontinuitäten und Wandlungen in den Spielpräferenzen und -formen, die jemand im Laufe der Jahre wählt. Die pädagogische Auseinandersetzung mit Videogames kann damit auch ein Ausgangspunkt für den Dialog zwischen den Generationen werden.

Weiterführende Informationen

PEGI - Pan-European Game Information
Das PEGI-System bietet Eltern und Aufsichtspersonen detaillierte Hinweise, welche Spielinhalte für Kinder welchen Alters geeignet sind, und zwar in Form von Kennzeichnungen für die Alterseinstufung und Inhaltsbeschreibungen auf der Spieleverpackung. PEGI ersetzt die verschiedenen nationalen Altersempfehlungsysteme durch ein einzelnes, das nun in nahezu ganz Europa Anwendung findet.
[www.pegi.info | 04.02.2013 | 15:50]